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Luther-Oratorium: Sänger gesuchtGottesdienste & TermineMontagsgebete 18 Uhr
Luther-Oratorium: Sänger gesuchtGottesdienste & TermineMontagsgebete 18 Uhr

 

Informationen
aus der Martini-Kirchengemeinde

 

 

Weltgebetstag der Frauen

Der Weltgebetstag der Frauen findet in diesem Jahr am 3. März statt. Unter dem Motto ‚Was ist denn fair’ haben Frauen von den Philippinen den Weltgebetstag vorbereitet. "Informiert beten – betend handeln" – das ist der Ansatz und Sinn des Weltgebetstages. Deshalb steht das Land, in den die Liturgie des Gebetstages vorbereitet wird jeweils im Mittelpunkt – ausführliche Informationen über das Land und die soziale und gesellschaftliche Situation  gehören zum Feiern des Weltgebetestages dazu.

In der Frauenhilfe am 1. März, um 15.30 Uhr im Gemeindehaus Damaschkestraße, steht der diesjährige Weltgebetstag im Mittelpunkt. Herzliche Einladung!

In Siegen findet außerdem am 3. März um 17 Uhr ein zentraler ökumenischer Gottesdienst in der St.-Michael-Kirche, Kampenstr. 46, statt. Hier eine Übersicht aller Weltgebetstags-Gottesdienste im Kirchenkreis Siegen.

Ute Waffenschmidt-Leng

 

 

 

Gemeindeseminar zur Passionszeit

mit Prof. Dr. Ingo Baldermann

"Leiden um des Lebens Willen" – das ist das Thema des diesjährigen Gemeindeseminares zur Passionszeit. Ausgewählte Texte aus der Passionsgeschichte Jesu stehen im Mittelpunkt der vier Abende: 07., 14., 21., 28. März, jeweils um 20.00 Uhr im Gemeindehaus St.-Johann-Str. 7! Jeder Abend ist in sich abgeschlossen. Herzliche Einladung dazu! 

Ute Waffenschmidt-Leng

 

 

 

Yousuf liebt Bach

Der 19-jährige Yousuf Ejazi ist aus Afghanistan geflüchtet. In Siegen hörte er eines Tages Orgelklänge aus der Martinikirche. Jetzt nimmt er Unterricht bei unserem Kantor Ulrich Stötzel. Yousufs Lieblingskomponist: Johann Sebastian Bach. Hier zum Artikel von Jasmin Maxwell (epd) auf evangelisch.de.

 

 

 

Arbeitskreis "Flüchtlinge"

Der Arbeitskreis 'Flüchtlinge' ist immer noch aktiv! Die geflüchteten Menschen aus der ehemaligen Hammerhütter Schule sind mittlerweile in Wohnungen im Stadtgebiet untergebracht. Unterstützung und Kontakt sind aber immer noch nötig - die Begleitung zu Ämtern, die Möglichkeit zur Rückfrage bei amtlichen Schreiben, die Unterstützung in rechtlichen Fragen...

Auch die Rückführung ins ursprüngliche Ankunftsland ist im Moment ein Thema. Das EU-Abkommen Dublin II ist wieder in Kraft gesetzt. Danach werden die geflüchteten Menschen in das Land zurück geschoben, in dem sie als erstes europäischen Boden betreten haben: das ist meist Griechenland oder Italien. Für die, die gerade anfangen, hier in Deutschland - und auch in Siegen - zur Ruhe zu kommen und sich zu integrieren, ist das eine entsetzliche, Angst machende Situation.

Die Arbeit hat sich also verändert, ist aber immer noch wichtig! Falls Sie sich einbringen möchten, wenden Sie sich bitte an Pfrn. Ute Waffenschmidt-Leng (utewaffenschmidt-leng@t-online.de).

Ute Waffenschmidt-Leng

 

 

 

Bibeltausch 2017

beim Kirchenkreistag zum Reformationsjubiläum

Foto: Kirchenkreis SiegenFoto: Kirchenkreis Siegen

Schlummert bei Ihnen zuhause noch eine alte Bibel, deren Schrift für Sie kaum lesbar ist und die auch nicht mehr in Gebrauch ist? Dann machen Ihnen fünf Siegener Evangelische Kirchengemeinden folgendes Angebot: Bibeltausch 2017 beim Kirchenkreistag zum Reformationsjubiläum am Samstag, dem 24.06.2017.

Sie bekommen kostenlos eine druckfrische Bibel in der Luther-Ausgabe 2017 im Tausch gegen eine nicht mehr benötigte Bibel aus Ihrem Bücherregal.

Ist das ein Angebot?!

Geben Sie uns – Ihrer Pfarrerin, Ihrem Pfarrer oder im Kirchenladen "Offenbar" – eine nicht mehr benötigte Bibel gegen einen Gutschein für Ihre neue Original-Ausgabe der Lutherbibel 2017.

Den Gutschein können Sie dann am Stand der Siegener Kirchengemeinden am neuen Siegufer beim Kirchenkreistag am 24.06.2017 einlösen.

Jürgen Narbutt (Kaan-Marienborn)

 

 

 

 

KiTa-Basar am 10. März 2017

Der Elternrat unserer KiTa Martini veranstaltet am 10. März im Gemeindehaus St.-Johann-Str. 7 einen Basar. Der Erlös kommt der Arbeit der KiTa und damit den Kindern zugute.

Wer Lust hat, gut erhaltene Sachen zum Verkauf anzubieten (Kinderkleidung, Kinderspielzeug, Kinderfahrzeuge…), melde sich bitte in der KiTa (Tel.: 33 45 96).

Und wer Lust hat, gut erhaltene Sachen günstig zu kaufen und dabei auch noch das Erlebnis von late-night-shopping zu genießen, ist herzlich eingeladen. Um 19.00 Uhr wird für Schwangere mit Mutterpass geöffnet, um 19.30 Uhr für alle Interessierten. Merken Sie sich den Termin schon mal vor!

Ute Waffenschmidt-Leng

 

 

 

Bläsergottesdienst am 19. März

Wer Freude hat am Klang von Trompeten und Posaunen, wer sich mitreißen lassen möchte von diesen Instrumenten, der sollte den Gottesdienst am 19. März nicht verpassen. Bläser aus ganz Siegen finden sich in der Martinikirche an diesem Sonntagmorgen zusammen und erfüllen die Kirche mit ihrem Klang! Herzliche Einladung dazu – um 10.30 Uhr!

Ute Waffenschmidt-Leng

 

 

 

2. Martini-Stadtgespräch

Populismus – ein Phänomen, das um sich greift in unserer Gesellschaft. Einfache und undifferenzierte Äußerungen und Antworten auf komplexe Sachverhalte – Menschen werden zu Sündenböcken gemacht. Wie kann man dem begegnen? Was können wir tun – jede/r Einzelne, wenn wir solchem Populismus begegnen?

Am 16. November fand zu diesem Thema das zweite Siegener Stadtgespräch statt. Auf dem Podium: Der Siegener Sprachwissenschaftler Clemens Knobloch, der Siegener Sprachkünstler Olaf neopan Schwanke und der Chefredakteur von Radio Siegen, Rüdiger Schlund. Außerdem beteiligten sich zahlreiche Gäste in der Martinikirche an der Diskussion. Moderatorin war die Vorsitzende der Gustav Heinemann Friedensgesellschaft Siegen, Astrid Greve.

Das Stadtgespräch wurde von Radio Siegen mitgeschnitten und steht hier zum Nachhören bereit.

Ute Waffenschmidt-Leng/Anne Kampf

 

 

 

 

Offener Brief an Präses Annette Kurschus

Unsere Initiative "Wa(h)re Gesundheit - da hilft nur noch beten?" hat folgenden Brief an die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen und stellvertretende Ratsvorsitzende der EKD, Annette Kurschus, geschrieben. (5. September 2016)

 

OFFENER BRIEF
an die
Präses der EKvW
Annette Kurschus
Altstädter Kirchplatz 5
33602 Bielefeld

 

Sehr geehrte Präses, liebe Annette,

du weißt, dass sich seit mittlerweile dreieinhalb Jahren die Initiative "Wa(h)re Gesundheit – da hilft nur noch beten?" in der Martini-Kirche in jeder Woche zu den Montagsgebeten trifft. Wir wollen damit einen geschützten Raum geben, in dem sich Schwestern und Pfleger, Ärztinnen und Ärzte austauschen über die prekären Erfahrungen in ihren Arbeitsbereichen und Kraft tanken können - auch zum nötigen Widerstand.

Zudem ist es uns wichtig, Öffentlichkeit zu schaffen für das, was in unserem Gesundheitssystem geschieht. Auf dem Rücken vornehmlich der Schwestern und Pfleger wird Profit gemacht bzw. werden die nötigen Sparmaßnahmen getätigt.

Die Erfahrungsberichte sind erschütternd, die Situation sowohl für Patient innen und Pflegebedürftige als auch für die in diesem Bereich Arbeitenden ist mittlerweile absolut gefährdend.

Die Kirchen sind große Arbeitgeber in diesem Bereich und könnten - und müssten u. E. - Einfluss auf die Politik nehmen, damit diese Verhältnisse verändert werden.

Unabdingbar ist ein gesetzlich gesicherter Pflegeschlüssel, der verantwortungsvolle und würdevolle Pflege und Versorgung von Patient_innen gewährleistet und der Schwestern und Pfleger endlich herausholt aus permanenten Überlastungen und prekären Arbeitssituationen, aber auch aus der schrecklichen Erfahrung, dem eigenen Berufsethos und der Würde der Menschen an keiner Stelle mehr gerecht werden zu können.

Die Gewerkschaft Ver.di initiiert derzeit Streiks in einzelnen Kliniken, um der Forderung nach einem gesetzlich gesicherten Pflegeschlüssel Nachdruck zu verleihen. An der Charité in Berlin haben die Angestellten bereits erfolgreich gestreikt. Im Saarland sind Streiks in Planung, ebenso in NRW.

Die Kirchen schweigen derweil, verweigern ihren Angestellten das Streikrecht. Kirchliche Häuser verweigern die Solidarität mit ihrem Pflegepersonal, statt es zu unterstützen, sich für absolut notwendige Veränderungen in der Gesetzgebung für den Gesundheits- und Pflegebereich stark zu machen, kürzen auch sie Stellen im Pflegebereich.

Es ist u. E. endlich an der Zeit, dass die Kirche(n) als Träger vieler Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen deutlich darauf aufmerksam macht/machen, dass würdevolle und verantwortliche Pflege im derzeitigen Gesundheits- und Abrechnungssystem nicht (mehr) möglich ist. Zudem müssten sie im gesellschaftlichen Diskurs deutlich machen, dass es ein Skandal ist, dass Gesundheit zu einer Ware geworden ist, mit der Profit gemacht wird.

Die Kirche muss ihre Einflussmöglichkeiten nutzen, um die Würde der Menschen – auch und gerade der alten und kranken Menschen – in unserer Gesellschaft zu verteidigen, sie muss, ihrem biblischen Auftrag entsprechend, den Mund auftun für die Stummen. Sie muss mit Nachdruck darauf hinweisen, dass würdevolle und verantwortungsvolle Pflege und Versorgung unter den gegebenen gesetzlichen und abrechnungstechnischen Bedingungen nicht (mehr) möglich ist. Und sie muss, wenn sie verantwortlich und ihren Leitbildern entsprechend handeln will, darauf aufmerksam machen, dass sie – sollte sich nichts verändern – entsprechende Konsequenzen ziehen muss.
Wenn sie dies nicht tut, macht sich die Kirche mitschuldig am würdelosen Umgang mit Patient_innen und pflegebedürftigen Menschen.

Wir möchten dich als Präses unserer Landeskirche und als stellvertretende Ratsvorsitzende der EKD bitten, deinen Einfluss in Westfalen und auch auf der Ebene der EKD geltend zu machen für eine gesetzliche Regelung eines adäquaten Pflegeschlüssels.

Da wir den öffentlichen Diskurs zu diesem Thema fördern möchten, setzen wir diesen Brief auch auf die Facebook-Seite unserer Initiative.

Herzliche Grüße

für die Initiative "Wa(h)re Gesundheit – da hilft nur noch beten?"

Ute (Waffenschmidt-Leng)

 

 

 

Erst Inhalte denken – dann Strukturen

Interview mit Pfarrerin Ute Waffenschmidt-Leng über eine engere Zusammenarbeit der Siegener Kirchengemeinden (Juni 2014)
 
Im Siegerland gibt es immer weniger evangelische Christen. Das liegt nicht so sehr an den Kirchenaustritten, sondern vor allem an der Bevölkerungsentwicklung: Es sterben mehr Menschen als Kinder zur Welt kommen, die PfarrerInnen stehen mehr auf dem Friedhof als am Taufbecken. Jährlich verliert der Evangelische Kirchenkreis Siegen mehr als 1,5 Prozent seiner Gemeindeglieder. Waren es im Jahr 2000 noch rund 145.000, sind es heute nur noch 124.000. Die Kirchensteuereinnahmen werden sinken. Zudem gehen in den kommenden Jahren etliche Pfarrerinnen und Pfarrer im Kirchenkreis in den Ruhestand, und ihre Stellen können nicht alle wiederbesetzt werden. Deswegen sind die Gemeinden in den sieben Regionen im Kirchenkreis Siegen aufgerufen, sich gemeinsam zu überlegen, wie sie den Prozess des Kleinerwerdens gestalten wollen. Die Martinigemeinde gehört mit den Gemeinden Nikolai, Christus, Erlöser und Kaan-Marienborn zur Region vier.
 
Mitte Juni 2014 gab es ein Treffen mit VertreterInnen aller fünf Stadt-Kirchengemeinden in Region vier. Was wurde da besprochen und wie ist der Stand der Dinge?
 
Ute Waffenschmidt-LengUte Waffenschmidt-Leng: Wir haben in der Region, so der Beschluss der Synode, den Auftrag, dass die Gemeinden enger zusammenrücken sollen und müssen. Die Frage ist: Wie organisieren und gestalten wir die Zusammenarbeit hier bei uns in der Region? Unsere Vorstellung als Martini-Kirchengemeinde ist, dass wir als Gemeinden diesen Prozess zusammen gestalten und gemeinsam offen einsteigen wollen. Nicht mit einem vorgegebenen Konzept oder einer Struktur, sondern gucken: Was wollen wir denn eigentlich in den nächsten Jahren erreichen? Wie soll evangelische Kirche in Siegen aussehen und was brauchen wir dafür?
 
Werden in Siegen Gemeinden fusionieren?
 
Ute Waffenschmidt-Leng: Ich denke mir, dass es darauf hinauslaufen wird. In welchem Zeitrahmen, weiß ich nicht. Wie das dann passiert, weiß ich auch nicht, darüber ist noch nicht gesprochen worden. Ziele sind eigentlich jetzt noch gar nicht vereinbart worden, das wird in der nächsten Zeit passieren. 
 
Was würde denn für Fusionen sprechen?
 
Ute Waffenschmidt-Leng: Wenn ein Pastor oder eine Pastorin hier in unserer Region "sich bewegt oder nicht mehr bewegt", wie Pastor Pulfrich es formuliert hat, dann werden wir Lösungen finden müssen, wie wir die Versorgung der Gemeinde regeln. Es wird keine Wiederbesetzung der Pfarrstelle mehr geben, sondern wir werden uns mit dieser einen Stelle weniger irgendwie arrangieren müssen. Das bedeutet natürlich auch, dass wir enger zusammenarbeiten müssen und das macht ja auch Sinn, um Ressourcen und Angebote zu bündeln und Synergieeffekte zu nutzen.
 
Und was spricht dagegen, dass aus mehreren Gemeinden eine wird?
 
Ute Waffenschmidt-Leng: Ich glaube, dass wir alle als Gemeinden hier in Siegen unterschiedliche Profile haben. Auch eine unterschiedliche Art, Gemeinde zu leiten, miteinander umzugehen und viele andere Unterschiedlichkeiten. Zu gucken, wie wir eine Gemeinde werden und zusammenwachsen können, das ist, glaube ich, ein nicht ganz so einfacher Prozess. Und wichtig ist dabei, dass die jeweiligen Profile auch erhalten bleiben und nicht nivelliert werden.
 
Was macht das besondere Profil der Martinigemeinde aus?
 
Ute Waffenschmidt-Leng: Unser besonderes Profil ist, dass wir wirklich darauf achten – ob uns das immer gelingt, ist die zweite Frage, aber wir haben zumindest den Anspruch – nicht-hierarchisch miteinander umzugehen, also auf Augenhöhe und wertschätzend miteinander zu kommunizieren, auf allen Ebenen. Das andere ist, dass wir als Gemeinde Theologie und öffentliche Verantwortung miteinander verbinden, dass wir eine Theologie leben und predigen, die Menschen wertschätzt, die Menschen nicht diskriminiert, die politische Verantwortung wahrnimmt. Zum Profil unserer Gemeinde gehören auch die Kirchenmusik, die Mehrgenerationen-Arbeit und die offene Jugendarbeit. 
 
Denkbar wäre ja, dass wir nicht mit einer oder mehreren anderen Gemeinden fusionieren, sondern jede Gemeinde bleibt für sich bestehen und man vereinbart eine Zusammenarbeit.
 
Ute Waffenschmidt-Leng: Ja, wir haben ja das gute Instrument des Gemeindeverbandes, wo ja schon Zusammenarbeit passiert. Das ist sicherlich eine Möglichkeit. Die Problematik daran ist, dass wir uns eine Form überlegen müssen, wie wir mit den Finanzen klarkommen. Finanzen spielen im Blick auf die strukturellen Überlegungen oftmals die größte Rolle. Das ist schade, finde ich, aber es ist so, und man kommt ja auch nicht daran vorbei. Da muss man natürlich Regelungen finden: Wie kriegen wir das, was wir jetzt haben, miteinander finanziert - ob das Häuser sind oder auch manpower, also Hauptamtliche. Wo treffen wir die Entscheidungen? Wo setzen wir Prioritäten in der nächsten Zeit? Das sind die Fragen.
 
Bis wann muss ein Konzept stehen? Gibt es Zeitdruck?
 
Ute Waffenschmidt-Leng: Der gesamte Prozess soll 2025 abgeschlossen sein, aber für unsere Region wird es wahrscheinlich ein bisschen schneller gehen müssen - auch, weil zum Beispiel unsere Gemeinde in der Haushaltssicherung ist. Das wird in absehbarer Zeit andere Gemeinden vielleicht ebenfalls betreffen, finanziell stehen wir alle nicht so gut da. Dieser Druck ist schon immens. Außerdem müssen wir ein Gebäudekonzept entwickeln: Was machen wir mit unseren Gemeindehäusern in der Region, welches können wir schließen, welches halten wir aufrecht? Auf absehbare Zeit werden wir sicher nicht mehr alle Häuser halten können, das wäre auch nicht sinnvoll bei zurückgehenden Gemeindegliederzahlen. Das Konzept sollte aber so entwickelt werden, dass wir uns nicht nach fünf Jahren ärgern: Warum haben wir das denn so gemacht?
 
Wer dich kennt, weiß, dass du eigentlich nicht so gern zuerst über strukturelle Fragen nachdenkst, sondern lieber erst über Inhalte. Hast du eine Idee, wie man diesen ganzen Prozess auch anders beginnen und gestalten könnte?
 
Ute Waffenschmidt-Leng: Schön fände ich, wenn wir uns als Stadtgemeinden überlegen könnten: Was ist denn unsere Vision? Wie soll denn evangelische Kirche in fünf, zehn, fünfzehn Jahren hier in Siegen sein? Was brauchen die Leute hier in der Stadt? Was brauchen ältere Menschen, was brauchen junge Menschen, was braucht das Mittelalter? Wo wollen wir uns engagieren, wo wollen wir vielleicht Schwerpunkte setzen? Wer kann welchen Schwerpunkt dann gegebenenfalls übernehmen? Ich würde gerne inhaltlich anfangen zu denken und dann gucken: Was brauchen wir dafür, diese Inhalte umzusetzen? Das wäre mein Ding!
 

Fragen von Anne Kampf
mit Material von Karlfried Petri/Kirchenkreis Siegen